Meinen Google-Blog habe ich aufgrund der DSGVO geschlossen. Wenigstens vorübergehend poste ich meine Tagesarbeiten ab Sonntag, 10.Juni 2018, auf dieser Seite.

Das kleine Format

       Wichtig ist das Kleinformat

       weil's was zu sagen hat.

       Große Bilder zeigen

       Farb und Form und schweigen.

 

     F.W.Bernstein, Die bildenden Künste


"Täglich frische Bilder"


Beispiele zu den kleinformatigen Objekten:

Tagesbilder, August 2017

Zeichnungen mit Bleistift und Acrylfarbe auf Papier


Mappenwerk, Monotypien zum Thema Antlitz.


Bilder in Zündholzschachteln

Tagesbilder ab 2016

Die Zündholzschachtel misst 7 x 5,5 x 2,5 cm

ist mit Acrylbinder und Spinellschwarz bemalt

auf der Oberseite signiert.

Das Bild misst ca. 4,9 x 10 bis 20 cm

Ölfarbe auf grundiertem Papier.

Die Schachtel ist Verpackung, Ausstellungsort, Nagel und Wand zugleich.

Jede Schachtel mit einem Papier-Ölbild kostet 39.- Euro


Das kleine Format - Tagebuch-Bilder -  ab Juni 2011 (Auswahl)

Tagebuch-Bilder - Tagesbilder von Gerhard Marquard

 

Das Schreiben eines Tagebuchs kennt fast jeder von uns aus Kindheits- und Jugendtagen als Möglichkeit, die vielen auf uns einstürmenden widersprüchlichen Gefühle und Gedanken auf Papier zu bringen und dadurch eine Erleichterung und Entlastung zu erfahren. Auch eine gewisse Ordnung in das Chaos zu bringen war der Zweck. Letztendlich konnte man durch das Wiederlesen des Geschriebenen im günstigsten Fall eine Erkenntnis gewinnen und diese für sich nutzen. Dies hat neurobiologische Grundlagen. Durch das Schreiben eines Textes- mit Hand und Schreibgerät wohlgemerkt-wird im Gehirn eine bleibendere „Spur“ gelegt als wenn man ihn nur liest. Früher wurden Texte abgeschrieben, heute werden sie kopiert, mit dem Ergebnis, dass sich deren Inhalte weit weniger dauerhaft in unserem Gedächtnis festsetzen und sich auch leichter wieder verflüchtigen.

 

Um wieviel intensiver muss diese „Spur“ sein, wenn man sie malt. Wenn man jeden Tag das, was am meisten beschäftigt, malerisch auf  den Malgrund bringt. Malen ist ja ein noch komplexerer Vorgang als Schreiben, da mehr Instrumente des Aus-druckes zur Verfügung stehen, Farben und Format, Technik und Pinselführung, Stilrichtung und Konzept.

 

Gerhard Marquard hat nun sein persönliches „malerisches Tagebuch“ ins Netz gestellt. Die TAGESBILDER. Sie sind Ausdruck von Beobachtungen, spontaner oder gereifter Gedanken zu persönlich Erlebtem, zum (auch politischen) Tagesgeschehen.  Die Fülle und Vielfältigkeit, die durch dieses tägliche Malen und Fertigstellen entsteht, ist enorm. So sehen wir Bilder von alltäglichen Dingen, die in ihrer Einfachheit sehr poetisch und sich selbst genug sind, und deren Schönheit und Anmut uns sonst vielleicht entgangen wären, wie z.B. die Pusteblume. Die Betrachtung ist also eine Art von Achtsamkeitsübung, die heutzutage als Zugangsmöglichkeit zum Glücklichsein empfohlen wird, ohne Ablenkung der Gedanken, ganz bei sich. Insofern haben die Bilder -wenn man so will - einen therapeutischen Effekt für den Betrachter. Kann Kunst damit besser sein?

 

Andere Werke sind in ihrer Intention höchst akut bzw. aktuell. Man spürt eine Ernsthaftigkeit im Drang sich auseinanderzusetzen mit dem,was unmittelbar berührt. Diese Bilder trösten uns nicht, hindern sie uns doch daran, sie schnell zu vergessen, wie wir es von medialen Massenprodukten gewohnt sind. Man glaubt hinter den TAGESBILDERn eine Sorge um die Schnelllebigkeit unserer heutigen Zeit und eine neue Langsamkeit zu entdecken. Stellt sich der Künstler die Frage, wie wir die Zeit, wenn schon nicht anhalten, so doch ihr Tempo etwas entschleunigen können, damit sie uns nicht zwischen den Fingern zerrinnt?  Es sind die Wünsche vieler Menschen. Menschen, die sich der medialen Sintflut, dem Massenandrang an Information nicht mehr gewachsen fühlen, an ihrer ungefilterten Vielfalt kranken.

 

Lucien Freud hat einmal gesagt, es sei die Aufgabe des Künstlers Unbehagen zu erzeugen. Die TAGESBILDER von Gerhard Marquard tun dies nur in dem Maße, mit dem sie sich mit den  zum Teil unerfreulichen Tagesgeschehnissen auseinander-setzen. Er tut dies nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern wir erfahren seine emotionale Betroffenheit in einer manchmal ironischen Kommentierung oder der Demonstration von Trostlosigkeit und Einsamkeit.

 

Diese Form des künstlerischen Arbeitens sagt viel über den aus, der sie verrichtet. Und der auch bei vielen von uns den Eindruck des lockeren Künstlerlebens korrigieren sollte. Täglich diesen Spagat zu meistern, offen für den kreativen Affekt zu sein, politisch bewegt und aufmerksam zu bleiben und gleichzeitig diszipliniert, dies in einem sich selbst vorgegebenen Rhythmus und  Format auszudrücken.

 

Dieser Prozeß verändert nicht nur den Künstler, auch der Betrachter wird im Laufe des Jahres eine Veränderung an sich und den Bildern  erkennen. Indem man ihn täglich ein Stück begleitet, lernt man den Künstler Marquard besser kennen und man kommt ihm vielleicht sogar ein wenig näher.

 

Dr. Karin Lau


September 2017

September 2017, Evas Kirschen, Bleistift, Acrylfarben, 20 x 20 cm

August 2017

Juli 2017

Juli 2017, Schlüssel verloren!

Juni 2017

Oktober 2016

September 2016

Juli 2016

Juni 2016

Barock abstrakt, Juni 2016

Mai 2016

April 2016

März 2016

Februar 2016

Januar 2016

Dezember 2015

24. Dezember 2015, Weihnachten

November 2015

Oktober 2015

Tagesbild, 7. Oktober 2015,  Maske

September 2015

August 2015

Juli 2015

Juni 2015

Mai 2015

April 2015

März 2015

Februar 2015

Januar 2015

Dezember 2014

November 2014

Oktober 2014

September 2014

August 2014

Juli 2014

14. Juli 2014, Kohlrabi

Juni 2014

Mai 2014

April 2014

März 2014

Februar 2014

Jamuar 2014

Dezember 2013

November 2013

Oktober 2013

September 2013

August 2013

Juli 2013

Tagesbild, 25. Juli 2013, Der ungeliebte Besucher

Juni 2013

Mai 2013

April 2013

März 2013

Februar 2013

Tagesbild, 23. Januar 2013. Wo ist mein Flug nach Panama?

Januar 2013

Dezember 2012

Oktober 2012

September 2012

August 2012

Juli 2012

Juni 2012 - Auswahl

Mai 2012 - Auswahl

April 2014

März 2014 - Auswahl

Februar 2014 - Auswahl

Januar 2014 - Auswahl

Dezember 2011 - Auswahl

November 2011

Oktober 2011 - Auswahl

September 2011 - Auswahl

August 2011 - Auswahl

 

 

Das links gezeigte Bild vom 24. Aug 2011 wurde vom Westermann Verlag in einem Lehrwerk 2014 veröffentlicht.

Juli 2011 - Auswahl

Juni 2011