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Vielen Dank für Ihr Vertrauen und viel Spaß beim Lesen, G. Marquard

Ansichtsexemplar

Kunst-geht-so!

Das Online - Magazin

Ausgabe 1/2019

 

Herausgeber: Gerhard Marquard

Der neue Tag (Waitzinger Wiese/LL), Öl/Holztafel, 14 x 19 cm, Tagesbild

Liebe Leser,

es ist soweit. Mein Online-Magazin „Kunst-geht-so!“ liegt in der ersten Auflage vor.

Wozu ein Online-Magazin?

Neben meiner künstlerischen Tätigkeit als Maler spreche und schreibe ich gerne über Kunst. Wer mich aus meinen Kursen kennt, weiß, wie gerne ich erkläre und „Maler-Anekdoten“ erzähle. 

Seit Januar 2017 schreibe ich Artikel über Kunst, die ich auf meiner Webseite unter „Kunst-geht-so!“ veröffentliche. Seit März 2018 begleiten meine Kurse Handouts für die Kursteilnehmer. Beim Schreiben geht es immer auch um das Sortieren von Gedanken. Beim Schreiben kommen immer wieder Fragen auf, aus denen sich neue Ansichten oder Ideen entwickeln.

 

Der Philosoph Frieder Lauxmann* vergleicht Ideen mit der Pusteblume. Der Wind bläst hinein und trägt seine Ideen in die Welt. Das ist doch eine schöne Metapher. Von diesem Gedanken beflügelt, möchte auch ich meine Ideen in die Welt pusten.

Warum ist das Magazin kostenlos? Gegen Bezahlung wäre der Anspruch an die Professionalität ein höherer, und sicherlich würde ich - um diesem Anspruch zu genügen - mit weniger Freude ans Werk gehen.

Mit dem Magazin möchte ich Sie über Kunst informieren, aber auch unterhalten -  und hin und wieder ein wenig daran erinnern, dass der Kopf gut denkt wenn die Hand etwas tut. Daher enthält jede Ausgabe eine Anleitung, die sogenannte „Versuchung“, die zum Zeichnen oder Malen verführen soll.

Beiträge zur Malerei, Ateliereinblicke, die teilweise auch das Leben eines Malers dokumentieren, runden mein Magazin ab. Eine Voran-

kündigung über die nächsten Kurse und Ausstellungen finden Sie jeweils immer am Ende des Magazins.

Mit dem Schreiben habe ich vor etwa elf Jahren mit den legendären „Morgenseiten“ begonnen. Diese morgendliche Übung, mittlerweile zur Routine geworden, habe ich bis heute beibehalten. Daraus entwickelten sich meine Tageszeichnungen.  Die Frage, die sich mir stellte,war, was entwickelt sich in mir, wenn ich jeden Tag eine Zeichnung anfertige.

Drei Jahre später begann ich mit dem Malen meiner „Tagesbilder“. 1.000 Tagesbilder habe ich gemalt, ein Bild jeden Tag. Gegenwärtig experimentiere ich an der neuen Generation von Tagesbildern. Und nun geht es weiter mit „Kunst-geht-so!“

viel Freude beim Lesen wünsche ich Ihnen,

 

Gerhard Marquard

Maler und Dozent für Malerei und Kunstbetrachtung

Januar 2019

*Frieder Lauxmann, Mit Hegel auf der Datenautobahn, DTV, Seite 30

 

 

 

 

KUNST – GEHT – SO!

 

Kritzeleien – Teil 1

Wir kennen sie alle, die Telefon-Kritzeleien. Was treibt uns dazu, beim Telefonieren zu zeichnen, zu kritzeln? Auch Menschen, die eigentlich nie zeichnen, die sogar vorgeben, ganz und gar talentfrei zu sein, kritzeln beim Telefonieren. Warum oder wozu? Ist das Gespräch langweilig oder unangenehm? Oder entspannt das Vor-sich-hin-zeichnen?

Ich bin kein Psychologe und will hier gar nicht raten, was den Verstand oder das Unbewusste zu Zeichnungen treibt, die aus uns „herausfließen“.

Aber es gibt einige Kritzeleien, die ganz und gar nicht sinnlos sind.

 

Tipp zur Kunstbetrachtung – Wie Kritzeln den Blick schärft

Sie kennen es, Sie stehen im Museum vor einem Bild. Das Bild zeigt keinen Gegenstand, von dem sich ein Sinn oder eine Absicht ableiten ließe.

Wie lange werden Sie vor dem Bild stehen und es auf sich wirken lassen? Wie lange werden Sie nach einem Sinn fragen?

Eine Minute? Drei? Viel länger wohl nicht.

Natürlich können Sie auch mit einem Audio-Guide durchs Museum laufen …

Aber wie wäre es, wenn Sie das Bild - seinen Sinn, den Ausdruck, die Schönheit - für sich alleine entdecken könnten? Also, wirklich mal selbst denken und entdecken, sich nicht von Kommentaren führen und verführen lassen.

 

Gehen Sie so vor:

Sie stehen vor dem Bild, das Bild zeigt keinen Gegenstand.

Nehmen Sie einen kleinen Block, ungefähr postkartengroß, und einen Stift. Beobachten Sie jetzt das Bild und kritzeln Sie gleichzeitig los.

Setzen Sie das Gesehene in Linien um. Es sollten Ausschläge wie bei einem Seismografen sein.

Dass wir uns hier richtig verstehen. Sie zeichnen das Bild nicht ab, das ist nicht gemeint. Sie schauen auf das Gemälde und die Hand setzt gleichzeitig das, was das Auge sieht, das Gesehene, in Linien - Impulse - um. Schauen Sie dabei nie auf das Papier, darum geht es nicht. Es geht auch nicht um das Gekritzel, das da entsteht. Es geht um die veränderte Wahrnehmung und den explorativen Blick, der sich dabei eröffnet.

Sie werden so das Bild viel länger und weit intensiver betrachten können, als wenn Sie nicht dabei kritzeln.

Die Kritzel-Zeichnung können Sie anschließend auch wegwerfen.

Lesen Sie auch meinen Artikel „Zeichnen geht so“ auf meiner Webseite:

Im Herbstsemester 2019/20 gibt es wieder einen Museumsbesuch in München (Malakademie/München), wo ich diese und andere Bildbetrachtungsvarianten vorstelle.

 

 

In der Februar-Ausgabe geht es weiter mit den Kritzeleien.

Bilder einer Landschaft

Tagesbild, 7. März 2014, Lech, an der Kläranlage
Tagesbild, 1. Okt. 2013, Lech, Abendsonne
Tagesbild vom 8. März 2014, am Kajak-Verein

Eine gemalte Landschaft unterscheidet sich von einer Landschaftsfotografie darin, dass sie von einem Menschen gesehen, erkannt, in Farbe transformiert und mit Handbewegungen umgesetzt wurdeMalt man im Freien mit Blick auf die Landschaft kommen noch viele sensitive Eindrücke hinzu, die in das Bild mit einfließen.

Der Landschaftsmaler möchte die gesehenen und erfühlten Eindrücke miteinander verweben und auf seiner Leinwand wiedergeben. Das stellt ihn vor die Herausforderung, eine viel umfangreichere Landschaft auf einer viel zu kleinen Leinwand darzustellen, sie regelrecht in diese "zu pressen".

Diese zwei Wahrnehmungsebenen, visuell und sensitiv, in Farbe, Ductus und Komposition umgesetzt, können uns als Betrachter tief berühren.

 

Beim Landschaftsmalen geht man meistens ohne größere Umschweife direkt ans Werk. Vielleicht nennen die Briten das Malen vor der Landschaft deswegen „Direct Painting“. Beim Stilllebenmalen kann man sich noch Gedanken über Arrangement und Komposition machen und welche Gegenstände man aussuchen soll. Nicht so vor der Natur. Und so stellt sich häufig die Frage, wie fange ich an.

Wolken ziehen am Himmel vorbei, Lichtverhältnisse wandern mit den Schatten, und die Sonne verändert ständig die Farbwirkung. Eine Landschaft ist auf eine spezielle Weise ständig in Bewegung. Die Natur "einzufangen", deren Bewegung einfließen lassen in die Malerei, die Interpretation, sind nur einige der Herausforderungen, denen sich der Landschaftsmaler stellen muss.

 

Landschaften eignen sich gut zum freien Experimentieren, zur genauen Wiedergabe oder für Naturstudien. Schließlich lehrt die Natur.

Kurse Landschaftsmalen 2019

boesner, Bad Reichenhall, 5. April

Lechbilder, VHS Kaufering, montags, ab 29. April, 9 – 12 Uhr, 6 Vormittage, Tel. 08191/66 42 20

boesner, Forstinning, 30. April

Malakademie München, 26.-28. April „Malen in Modulen – Bäume & Himmel“, Tel. 089 - 54 58 05-0

Kunstakademie EigenArt 30. Mai - 2. Juni "Reiseskizzen"

   29. Juli – 2. August „Ins Blaue hinein“

   23. – 26. September „Landschaftsskizzen in Aquarell“

 

         7. – 11. Oktober  „Erweitern Sie Ihren Horizont“

 Im Atelier

 

 

Es entsteht zur Zeit eine Serie von kleinformatigen Ölbildern. Es sind keine Abbildungen nach dem Vorbild einer realen Landschaft. Es sind Landschaften, die sich aus der Farbe und dem Malprozess entwickeln.

 

Die Bilder sind 13 x 18 cm groß, auf eine MDF-Holztafel gemalt.

Kurse im Januar

 

26. Jan. Samstag 10.00 - 15.00 Uhr. Urban Sketcher, Perspektive - einfach erklärt! Malakademie München, Tel. 089/54 58 05-0

28. Jan - 1. Feb. Expressive Köpfe - Expressive Körper, Kunstakademie EigenArt Bad Heilbrunn

Kurse 2019

Das Studienjahr  - an der Kunstakademie EigenArt in Bad Heilbrunn. 

An vier Wochenenden biete ich folgende Kurse an:

16./17. Feb. Hell-Dunkel-Kontrast, Lasur und Farbauftrag, 16./17. März Farbe mischen, Kontraste setzen

6./7. April Zwischen Gegenstand und Abstraktion, 18./19. Mai Figur und Portrait

 

Die Winterakademie der Kunstakademie Eigenart in Bad Heilbrunn beginnt am 28. Januar mit meinem Kurs „Expressive Köpfe – expressive Körper“. Nachstehende Kurse biete ich dort an:

28. Jan. – 1. Feb. „Expressive Köpfe – expressive Körper“

25. Feb. – 1. März „Bildersturm – 50 Bilder in 5 Tagen“

7. – 10. März „Konzentrierte Kreativität, Skizzenbuch und kleine Formate“

25. – 27. März "Menschenskizzen"

Anmeldung, Akademie EigenArt: 0176 – 42 07 52 05

 

 

 Malakademie München

Urban Sketcher, samstags 10 - 15 Uhr, 1x im Monat

23. Februar, 23. März, 13. April, 8. Juni

Zeichen - Zeichnen - Zeichnung, 7 Treffen, 13.30 - 16.30 Uhr, Donnerstag, ab 14. März

Skizzen - Farben - Bilder, 10 Treffen, 17.45 - 21.15 Uhr ab Donnerstag, 14. März

 

 

 

Sommerakademie der Kunstakademie Eigenart, Bad Heilbrunn

30. Mai - 2. Juni "Reiseskizzen"

20. - 23. Juni "Kontrastprogramm Farbe"

1. - 5. Juli "Mal doch mal" - Grundlagen

29. Juli – 2. August „Ins Blaue hinein“

23. - 25. August "Urban Sketching"

2. - 6. Sept. "Von der Idee zum Bild"

23. – 26. September „Landschaftsskizzen in Aquarell“

7. – 11. Oktober  „Erweitern Sie Ihren Horizont“

Anmeldungen nehmen die jeweiligen Anbieter entgegen. Es gelten die die Termine und AGBs des jeweiligen Anbieters.

Impressum

Gerhard Marquard, Josef-Kloo-Str. 1 ½, 86899 Landsberg

mob. 0176/39 42 04 36, contact(et)gerhard-marquard.com

 

www.gerhard-marquard.com

 

Kritzeleien Teil 2