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Ungefärbt (Sa, 04 Feb 2023)
Akt Die Idee, dass der Mensch aus Lehm modelliert wurde, ist gut vorstellbar. Einer unserer Ahnen knetet Lehm in seinen Fingern und modelliert das, was er sieht. Dass diesem Homunculus das Leben eingehaucht werden soll, kann man auch noch nachvollziehen. Ob nun der Mensch aus Lehm modelliert, mit viel Liebe gezeugt, oder wie der Urvater der Bayern, mit einem Beil grob aus einem Hackklotz geklopft wurde, kann hier unbeachtet bleiben. Sich immer wieder daran zu erinnern, dass wir nackt geboren und nackt aus dieser Welt gehen werden, ist viel wichtiger. Außer  unseren Erinnerungen und unserem Gewissen werden wir im "Gepäck" für nicht viel mehr Platz haben. Die "jungen Seelen" vergessen das gerne ... You Tube Video Zu dieser Akt-Challenge habe ich ein Video gedreht. Klicke hier zu meinem Kanal.
Die Challenge im Januar 2023 Alle Akte sind das Ergebnis des Malprozesses und der Imagination. Sie sind ohne Modell oder anderen Vorlagen gemalt. Jeweils Papier, 220 g/qm, ca. 15 x 21 cm (Din A 5) mit Acrylfarbe, Bleistift und roter Ölkreide. Titel: In Karnevalsstimmung.
Titel: "Möge die Macht mit dir sein". (Zitat: Star Wars)
Titel: "Dort!"
Titel: Frisch vom Friseur
Titel: Mir afrikanischer Maske
Titel: Die langen Handschuhe
Titel: Komme nicht zu spät!
Titel: Chic!
Titel: Der Plan für heute
Titel: Telefonat bei Tag.
Titel: Telefonat bei Nacht
Titel: M. mit ihrem Hut ...
Titel: Der Blick.
Titel:Maske oder wahres Ich?
Titel: Die Vorahnung.
Titel: Sie hat so langes Haar.
Titel: Verquält.
Titel: Frisch aufgewacht.
Titel: Morgens.
Titel: Sie war bei Picsso Modell.
Titel: Die Beobachtende.
Titel: Warten auf den Sommer und die Bikinizeit.
Titel: Schau mir in die Augen.
Titel: Werd' nich' frech!
Titel: Ich wünsch' mir nen Pelz (oder wenigstens nen Anorak).
Alle Akte sind auf Papier, 220 g/qm, ca. 15 x 21 cm (Din A 5) mit Acrylfarbe, Bleistift und roter Ölkreide gemalt. Alles geschafft? Kommt darauf an, wie man es sieht. Im Januar habe ich immer an meiner Challenge gearbeitet. Täglich hätte ich gerne ein Blatt gemalt, habe ich gemacht, aber 5 sind so schlecht, dass ich die in die Tonne trete. Angebote zur Aktserie biete ich einige der hier abgebildeten Akte zu einem guten Preis auf der Valentinstagsseite an. Hier geht's zur Valentinstagsseite: Valentinstag
Interessiert? Auf der Seite "Akt" biete ich die Serie an. Hier geht es zu den Aktbildern.
Was ist eine Challenge? Challenge heißt übersetzt „Herausforderung“.   Kurz erklärt: Wer sich über eine bestimmte Zeit hinweg einem Thema hingibt, der hat sich einer „Challenge“ verschrieben.   Der Sinn liegt darin, dass man sich regelmäßig mit dieser Thematik beschäftigt, um sich auf diesem Fachgebiet zu entwickeln oder ganz allgemein seine Fähigkeiten zu verbessern. Die vermutlich berühmteste und älteste Challenge im Bereich Gesundheit ist die Fastenzeit.   Meine Challenge im Januar 2023 Künstlerisch zählt der Akt als das Maß der Dinge. Er gilt als eine gute Ausgangsbasis für fortschreitende künstlerische Arbeiten.   Die Darstellung des unbekleideten Menschen und das neue, vor uns liegende Jahr, haben etwas Gemeinsames.   In meiner Vorstellung empfinde ich beides wie noch unbeschriebene Blätter, die darauf warten, ihrer Lebendigkeit Ausdruck zu verleihen. Monat für Monat wird sich das Jahr mit Ereignissen füllen, so wie auch meine Aktdarstellungen den Prozess der Veränderung und Entwicklung gehen werden.   Warum schwarze Acrylfarbe? Schwarz, da sie in einigen Farbtheorien als die Farbe Null gilt. Acrylfarbe als jetzige Idee, es hätte aber auch Tusche sein können. Im Februar möchte ich die Akt-Challenge beibehalten, aber eine andere Zeichentechnik wählen. In meiner Vorstellung werden meine Akte irgendwann farbig werden. Die Challenge verlängert sich immer um einen Monat, bis ich den Eindruck habe, dass das Thema erschöpft ist, daher beginne ich mit der Farbe Null - Schwarz. Die Posen haben sich alle aus der Malerei ergeben und sind daher ohne Modell gemalt.
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A picture a day - Tagesbilder (Mon, 02 Jan 2023)
Dailypainting A painting a day – dailyartwork – Tagesbilder „Dailypainting“ bedeutet „Tagesbild“. Die „Dailypainter“ malen täglich ein kleinformatiges Bild, in der Regel mit Ölfarben, auf eine Holztafel. Die meist realistischen Motive zeigen Stillleben, häusliche Szenen und Landschaften.   Ungefähr 2006 schwappte diese Malerbewegung aus den USA nach Deutschland. Auslöser war, dass die Künstler neue Vermarktungsmethoden suchten, um sich damit vom regulären Galeriebetrieb unabhängig zu machen. Das digitale Zeitalter mit den neuen Möglichkeiten Kleinformatige Bilder zu malen ist nichts Neues. Neu war das Konzept, das Kleinformat wie eine Marke zu verwenden. Die Gunst der Stunde war das Internet. Bis heute wird jedes Bild fotografiert, in die eigene Homepage eingepflegt, dann auf den sozialen Medien geteilt. Über die Verbreitung in den neuen Medien entwickelte sich ein neuer Kundenkreis und somit ein neuer Kunstmarkt. Kunstinteressierte aus der ganzen Welt können unkompliziert Kontakt zum Künstler aufnehmen und diesen von seiner persönlichen Seite her kennenlernen. Maler und Unternehmer Der Maler tritt ohne Zwischenhändler, ohne Galeristen auf, und damit entfällt die ungefähr 60 Prozent betragende Vermittlungsgebühr*. Mehr Kunstliebhaber können sich jetzt ein Originalbild eines Künstlers leisten. Ein Tagesbild kostet im Durchschnitt 200-350 Euro. Das Bild kann über den Shop des Künstlers bestellt werden und der verschickt das kleine Paket mit der Post.   Lebt der Künstler ausschließlich von Ausstellungen, dann schwanken seine Einnahmen extrem. Mit der Vermarktung von Tagesbildern hat er eine weitere Möglichkeit, einen relativ konstanten Einkommensstrom zu generieren und damit ein Stück weit finanzielle Freiheit. Schließlich wollen Miete, Versicherungen usw. pünktlich zum Ersten des Monats gezahlt werden.   Den Verzicht auf den großen Kunstrummel mit seinen Ausstellungen, dem ganzen Glanz, den Vernissagen und den vielleicht möglichen astronomischen Honoraren ersetzt der Dailypainter durch Autonomie, menschlich und geschäftlich. „Dailyartwork“ das andere "Kleinformat" Fast jeder Künstler hat eine Routine, die die Basis für sein künstlerisches Schaffen darstellt. Bach komponierte jede Woche eine Messe, gleichgültig ob er Verwendung dafür hatte oder nicht. Julia Cameron machte die „Morgenseiten“ in ihrem Buch „Der Weg des Künstlers“ bekannt. Jeden Morgen, sofort nach dem Aufwachen, schreibt man drei Seiten Text. Dazu braucht es nicht immer Struktur - unsortiert und ohne nachzudenken hält man das gerade Gedachte fest. Vor über 30 Jahren sah ich in einer Ausstellung die Bilder eines Malers, der fast täglich ein abstraktes Papierbild malte. Er nannte das „Ein malerisches Tagebuch“. Mein Experiment mit dem „Tagwerk“  Irgendwann vor über 20 Jahren begann ich mit dem Schreiben meiner Morgenseiten. Die Idee, den Tag mit Schreiben zu beginnen, fand ich anziehend. Auslöser war, dass Kursteilnehmer mir davon schwärmerisch erzählten. Seither versuche ich wann immer es möglich ist, mir Zeit zu nehmen zum Schreiben in den frühen Morgenstunden.   Bereits in jungen Jahren begann ich damit, jeden Tag zu zeichnen. 30 Druckerblätter auf ein Klemmbrett fixiert, ein Blatt pro Tag. Wer täglich in seiner Vorstellung und auf dem Papier „herumkratzt“, der verändert etwas in sich, das war meine Motivation.   Ich zeichne noch immer jeden Tag, mittlerweile aber in das Skizzenbuch oder auf Zeichenpapier.   Zeichentipps findest du hier: https://www.youtube.com/@gerhard.marquard Tagesbilder – das Kleinformat Die Entscheidung, Tagesbilder zu malen, war aus der Not heraus geboren. Zu dieser Zeit musste ich kurzfristig aus meinem Atelier ausziehen, für die gewohnte Atelierarbeit war daher kein Platz mehr. Aber für ein Kleinformat findet sich leicht ein Plätzchen, auf dem Balkon, Pleinaire, im Keller oder im Wohnzimmer.   Nach einer mehrwöchigen Experimentierphase mit Malgründen, Formaten und Farben entwickelte sich in der Folge eine regelmäßige Bildproduktion.   Meine Neugier bezog sich auf die künstlerische Entwicklung, weniger auf das einzelne Bild. Fast jeden Morgen saß ich um 8 Uhr vor der Staffelei und malte. Tagesbilder kaufen? Hier geht's zum Shop Das Bild von vorgestern Tagesbilder erfordern einen Plan - Wer täglich malt, braucht Motive! In den ersten Monaten fliegen einem die Ideen spontan zu, aber nach einem Jahr läuft der Maler Gefahr, sich zu wiederholen. Die Idee des Tages Das Skizzenbuch hat für den Dailypainter eine immense Bedeutung, darin sammelt er alle Impressionen und Möglichkeiten für die kommenden Bilder. Die Jagd nach dem nächsten Motiv ist allgegenwärtig. Hinter der Bühne Die fertigen Ölbilder trocknen während der ersten vier Wochen an einem hellen staubfreien Ort. Jedes Tagesbild erhält seinen kurzen beschreibenden Text, anschließend wird es fotografiert und nachdem das Foto entsprechend bearbeitet wurde wird es auf dem Blog und in den sozialen Medien geteilt. Jedes Bild wird an den Käufer versandt oder verpackt und eingelagert. Damit bei einer Kaufanfrage für ein älteres Bild dieses sofort auffindbar ist, sollte die Einlagerung mit System erfolgen. Wird jeden Tag ein Bild fertig gemalt? Ja, aber nicht so, wie man es sich vorstellt. Ein Arbeitstag: Schritt 1 Die Bildidee anlegen. Das Bild bis zum nächsten Tag antrocknen lassen. Schritt 2 Am Bild vom Vortag wird weiter gearbeitet. Nach etwa 12 Stunden ist die Untermalung angetrocknet, darauf folgt die wichtigste Entstehungsphase, in der das Bild fast fertig wird, gefolgt von einer weiteren Trockenphase. Schritt 3 Nach zwei Trockenphasen am dritten Tag kann das Bild fertiggemalt werden. Dieser Rhythmus ist der Eigenart der Ölfarbe und deren Regeln des Bildaufbaus geschuldet. Die Vorteile des Dailypainting An jedem Tag durchläuft der Maler, die Malerin, einen ganzen Gestaltungsprozess. Von der Untermalung bis zu den letzten Pinselstrichen wird ein Bild am gleichen Tag oder aber gegebenenfalls innerhalb kurzer Zeit fertig. Das „Tagwerk“ gibt zudem dem Künstler das Gefühl, etwas geschaffen und vollendet zu haben. Die Anforderungen sowohl von der Idee zum Bild als auch die der Vermarktung führen zu einer durchdachten Arbeitsweise. Der grobe Tagesablauf in der Übersicht: 1. Malgründe vorbereiten (Leinwände/Holztafeln grundieren). 2. Motivwahl. Immer mehrere Ideen in petto haben. 3. Die Untermalung des aktuellen Tagesbildes anlegen und über Nacht trocknen lassen. 4. Jetzt male ich am Bild vom Vortag weiter, da die Untermalung hier trocken ist. In diesem Arbeitsschritt wird es fast fertig. Wieder folgt eine Trockenphase. 5. Das Bild von vorgestern findet heute seinen Abschluss. Die Akzente werden eingesetzt und die Farben „ausgewogen“. Fazit: Ich male täglich an drei Bildern. 6. Das fertiggestellte Tagesbild fotografieren. Da nasse Ölfarbe immer Glanzlichter reflektiert, muss es später nochmal fotografiert werden. 7. Das Foto bearbeiten. 8. Einen kurzen Text zum Bild schreiben. 9. Das Bild auf den Blog, die Website einpflegen, in den sozialen Medien teilen. 10. Die trockenen Bilder nach System und Datum verpacken und lagern. 11. Verkaufsfördernde Maßnahmen durchführen!     Tagesbilder biete ich  Shop an.
* Galerieprozente. Der Galerist benötigt für den Verkauf eine Galerie, für die Räume zahlt er je nach Lage mehr oder weniger Miete. Weitere Ausgaben sind die Abgabe an die Künstlersozialkasse, Mehrwertsteuer, Aufwendungen für Werbung und Verkauf, Ausstellungen, Einladungskarten, Messebeteiligungen und Fahrten zum Kunden usw. Der Gewinn errechnet sich nach dem Umsatz minus der Betriebskosten. Ist ein Galerist erfolgreich, dann sind seine "Prozente" mehr als nur gerechtfertigt, denn auch der Künstler partizipiert am Verkaufserfolg seines Galeristen!   Tagesbilder - Auswahl tb_2014, Kaufinger Straße, München, Mann geht zur Arbeit, dailypainting/Tagesbild, Öl/Holztafel tb_20110609, Passanten am HBF München, dailypainting/Tagesbild, Öl/Holztafel tb_20110610, HBF München dailypainting/Tagesbild, Öl/Holztafel tb_20110601, Gemüse, Gurken, Tomaten, dailypainting/Tagesbild, Öl/Holztafel tb_20110602, Gemüse, Gurken, Tomaten, dailypainting/Tagesbild, Öl/Holztafel Lederstrumpfs Apfel, Tagesbild, Ölfarbe auf Holztafel Reichsapfel, Tagesbild, Ölfarbe auf Holztafel Evas Apfel, Tagesbild, Ölfarbe auf Holztafel Bruderapfel, Tagesbild, Ölfarbe auf Holztafel Apfel, Tagesbild, Ölfarbe auf Holztafel The big apple, Tagesbild, Ölfarbe auf Holztafel Tagebuch-Bilder - Tagesbilder von Gerhard Marquard   Das Schreiben eines Tagebuchs kennt fast jeder von uns aus Kindheits- und Jugendtagen als Möglichkeit, die vielen auf uns einstürmenden widersprüchlichen Gefühle und Gedanken auf Papier zu bringen und dadurch eine Erleichterung und Entlastung zu erfahren. Auch eine gewisse Ordnung in das Chaos zu bringen war der Zweck. Letztendlich konnte man durch das Wiederlesen des Geschriebenen im günstigsten Fall eine Erkenntnis gewinnen und diese für sich nutzen. Dies hat neurobiologische Grundlagen. Durch das Schreiben eines Textes- mit Hand und Schreibgerät wohlgemerkt-wird im Gehirn eine bleibendere „Spur“ gelegt als wenn man ihn nur liest. Früher wurden Texte abgeschrieben, heute werden sie kopiert, mit dem Ergebnis, dass sich deren Inhalte weit weniger dauerhaft in unserem Gedächtnis festsetzen und sich auch leichter wieder verflüchtigen.   Um wieviel intensiver muss diese „Spur“ sein, wenn man sie malt. Wenn man jeden Tag das, was am meisten beschäftigt, malerisch auf  den Malgrund bringt. Malen ist ja ein noch komplexerer Vorgang als Schreiben, da mehr Instrumente des Aus-druckes zur Verfügung stehen, Farben und Format, Technik und Pinselführung, Stilrichtung und Konzept.   Gerhard Marquard hat nun sein persönliches „malerisches Tagebuch“ ins Netz gestellt. Die TAGESBILDER. Sie sind Ausdruck von Beobachtungen, spontaner oder gereifter Gedanken zu persönlich Erlebtem, zum (auch politischen) Tagesgeschehen.  Die Fülle und Vielfältigkeit, die durch dieses tägliche Malen und Fertigstellen entsteht, ist enorm. So sehen wir Bilder von alltäglichen Dingen, die in ihrer Einfachheit sehr poetisch und sich selbst genug sind, und deren Schönheit und Anmut uns sonst vielleicht entgangen wären, wie z.B. die Pusteblume. Die Betrachtung ist also eine Art von Achtsamkeitsübung, die heutzutage als Zugangsmöglichkeit zum Glücklichsein empfohlen wird, ohne Ablenkung der Gedanken, ganz bei sich. Insofern haben die Bilder -wenn man so will - einen therapeutischen Effekt für den Betrachter. Kann Kunst damit besser sein?   Andere Werke sind in ihrer Intention höchst akut bzw. aktuell. Man spürt eine Ernsthaftigkeit im Drang sich auseinanderzusetzen mit dem,was unmittelbar berührt. Diese Bilder trösten uns nicht, hindern sie uns doch daran, sie schnell zu vergessen, wie wir es von medialen Massenprodukten gewohnt sind. Man glaubt hinter den TAGESBILDERn eine Sorge um die Schnelllebigkeit unserer heutigen Zeit und eine neue Langsamkeit zu entdecken. Stellt sich der Künstler die Frage, wie wir die Zeit, wenn schon nicht anhalten, so doch ihr Tempo etwas entschleunigen können, damit sie uns nicht zwischen den Fingern zerrinnt?  Es sind die Wünsche vieler Menschen. Menschen, die sich der medialen Sintflut, dem Massenandrang an Information nicht mehr gewachsen fühlen, an ihrer ungefilterten Vielfalt kranken.   Lucien Freud hat einmal gesagt, es sei die Aufgabe des Künstlers Unbehagen zu erzeugen. Die TAGESBILDER von Gerhard Marquard tun dies nur in dem Maße, mit dem sie sich mit den  zum Teil unerfreulichen Tagesgeschehnissen auseinander-setzen. Er tut dies nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern wir erfahren seine emotionale Betroffenheit in einer manchmal ironischen Kommentierung oder der Demonstration von Trostlosigkeit und Einsamkeit.   Diese Form des künstlerischen Arbeitens sagt viel über den aus, der sie verrichtet. Und der auch bei vielen von uns den Eindruck des lockeren Künstlerlebens korrigieren sollte. Täglich diesen Spagat zu meistern, offen für den kreativen Affekt zu sein, politisch bewegt und aufmerksam zu bleiben und gleichzeitig diszipliniert, dies in einem sich selbst vorgegebenen Rhythmus und  Format auszudrücken.   Dieser Prozeß verändert nicht nur den Künstler, auch der Betrachter wird im Laufe des Jahres eine Veränderung an sich und den Bildern  erkennen. Indem man ihn täglich ein Stück begleitet, lernt man den Künstler Marquard besser kennen und man kommt ihm vielleicht sogar ein wenig näher.   Dr. Karin Lau  
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